HeavyDuty-Technik mit integrierter Funktionskontrolle

02.09.2009

Drehgeber von Baumer Hübner sind darauf ausgelegt unter widrigsten Bedingungen zuverlässig zu funktionieren. Das haben sie durch jahrzehntelangen Einsatz beim Kunden bewiesen.

Dennoch gibt es Anwendungen, bei denen Vertrauen - selbst auf zuverlässigste Technik - allein nicht ausreicht.

Mit den neuen Drehgebern HOG 9.2 und HOG 10.2, die mechanisch identisch zu den zigtausendfach bewährten Baureihen HOG 9 und HOG 10 sind, wurde eine Funktionsüberwachung in die Drehgeber mit integriert. Das so genannte „Enhanced Monitoring System“ (EMS) basiert auf einem schnellen Mikroprozessor der kontinuierlich sämtliche Drehgeberfunktionen über den kompletten Drehzahlbereich überwacht. Eventuelle Funktionsstörungen können somit schnell und einfach ermittelt werden.

Die Steuerung erhält über einen Alarmausgang eine Meldung über eine festgestellte Funktionsstörung. Die Betriebszustände werden zudem direkt am Drehgeber über eine LED angezeigt.

Grünes Licht signalisiert die einwandfreie Funktion, rotes Blinken warnt bei Strich-, Nullimpuls- oder Signalfolgefehler, rotes Dauerlicht erscheint bei einer Überlastung der Ausgangstreiber. Bleibt die LED dunkel, ist entweder die Versorgungsspannung ausgefallen oder der Drehgeber falsch angeschlossen. Der Anwender ist damit fortwährend über den Zustand des Drehgebers im Bilde. Dies bietet den Vorteil, dass schon beim Aufbau und der Inbetriebnahme eine eventuelle Funktionsstörung, wie zum Beispiel ein fehlerhafter Anschluss des Gebers, einfach kontrolliert und behoben werden kann.

Die neuen Drehgeber für den Heavy-Duty-Einsatz haben aber noch mehr zu bieten: Weil herkömmliche Geber bei großen Kabellängen und hohen Ausgabefrequenzen (hohe Drehzahl) meist Schwierigkeiten haben ein brauchbares HTL-Signal zu übermitteln oder dann sogar abschalten, wurden bei den neuen Inkremental-Drehgebern die Ausgangstreiber optimiert. Dadurch lassen sich die Inkrementalsignale mit HTL-Pegel auch über weite Strecken selbst bei hoher Frequenz sicher übermitteln. Entfernungen von über 300 Metern bei 100 kHz und Gebertemperaturen von 100 °C sind kein Problem mehr.